OMLIVE Recap: Risikominimierung im E-Mail Marketing #SEODRIVEN #081

By | September 2, 2019


So Freunde, weiter geht es mit der 81-ten
Folge von SEO-Driven und diese Woche mache ich sozusagen mein Recap von der OMLIVE. Gestern
haben wir über den Vortrag von dem Marcel Prothmann über Adwords Skripte gesprochen und heute will ich nochmal meine Learnings für euch von dem Vortrag von Thomas Schwenke über E-Mail Recht teilen. Ja der Thomas Schwenke ist ja ein bekannter Anwalt, der auch öfter auf Konferenzen spricht und das Thema E-Mail Marketing ist natürlich auch ein ganz spannendes, womit wir jetzt in der Agentur nicht tagtäglich zu tun haben, deswegen ist es da auch immer wieder interessant mal über den Tellerrand zu blicken und ein
paar Learnings will ich da sozusagen mit dir teilen. Ich denke das ist, dass fast jeder
irgendwie E-Mail Marketing macht und wenn er nur E-Mails an seine Kunden versendet, selbst wenn es per Hand ist. Die erste wichtige Erkenntnis hier aus dem Vortrag von dem Thomas war: Werbung ist fast alles, also fast jede E-Mail die du versendest ist eben werblich, weil sobald da deine Signatur drum ist mit irgendwie einem Link auf deine Website oder du da mal irgendwie ein Angebot verlinkst oder ähnliches, ist das schon Werbung. Da kommt es gar nicht unbedingt auf den eigentlichen Inhalt der E-Mail an. Dann, gibt es im Prinzip auch kein Unterschied zwischen B2B und B2C, das ist in jedem Fall sozusagen in der Regel gleich zu betrachten, auch wenn vielleicht die Geschäftskunden Empfänger eventuell toleranter sind als jetzt vielleicht
ein Endkunde. Und wenn man sie natürlich mit einer sinnvollen Anfrage kontaktiert,
aber prinzipiell braucht man eben immer die Einwilligung des Nutzers, egal ob er in einem Unternehmen arbeitet oder Privatperson ist. Und diese muss eben ausdrücklich sein. Da hat er verschiedene Beispiele gezeigt. Man braucht zwar nicht diese Extra Checkbox unter dem Formular oder vor dem Absenden-Button, wenn man jetzt nur den Newsletter hier abonniert in einem Formular, aber man sollte dort eben Hinweise angeben, was einem denn eigentlich erwartet mit diesem Newsletter, damit er eben da auch tatsächlich zu diesen Konditionen sozusagen einwilligt. Ein Thema war auch nochmal gekaufte Adressen. Das ist auch schwierig, weil dort in der Regel nicht die explizite Einwilligung für den Newsletter des
Unternehmens besteht, die die Adressen gekauft hat. Insofern soll man davon eher Abstand nehmen und man muss halt eben heute auch oder dann spätestens ab dem nächsten Jahr, wenn ich das richtig verstanden habe, auch auf den Versanddienstleister hinweisen, weil man ja letzten Endes die Kundendaten, die E-Mail Adressen den Namen usw. was man alles noch so speichert, auch an den Versanddienstleister übertragen muss, um sie dann letzten Endes zu versenden. Wenn dieser zum Beispiel ein Mailchimp ist, der was ja sehr beliebt ist, nicht in Deutschland oder Europa sitzt, dann gelten da ggf. auch wieder andere Datenschutz Bestimmungen. Darauf muss man eben entsprechend hinweisen und sollte sich dort auch von diesem Newsletter Versandservice eben eine Datenverarbeitungs-Vereinbarung
holen, englisch Data Processing Agreement, Mailchimp bietet das wohl an. Dann ist man da ein bisschen auf der sichereren Seite. Dann natürlich alles was an Statistiken, an Klicks, an Öffnungsraten usw. erhoben werden, das ist eben auch alles datenschutzrechtlich sozusagen abzudecken. Das machen ja eigentlich fast alle E-Mail oder Newsletter Versendeformulare. Die Newsletter Sendedienste, die es einem eben anzeigen, ob man es auswertet oder nicht, aber im Hintergrund werden diese Daten letzten Endes erfasst.
Er hat ja auch ein Beispiel gebracht, wie dieses E-Mail Newsletter Formular in Zukunft aussehen sollte. Ich les mal vor: Die Newsletter enthalten Informationen über Uns, unsere
Angebote sowie Neuigkeiten aus unserer Branche. Schlägt er da halt vor, sollte man auch halt benennen wenn man jetzt in der Online Marketing Branche ist oder in der Automobilbranche, wie ach immer. Dann eben E-Mail Adresse eingeben, Absenden-Button und dann sollte da drunter noch eben der Hinweis auf die Datenschutzerklärung kommen, wo eben auch nochmal das Anmeldeverfahren, Versanddienstleister, statistische Auswertung und Widerruf
entsprechend erläutert werden. Und das sozusagen muss eben auch heute oder dann auch künftig eben in jedem Newsletter-Anmeldeformular gezeigt werden. Ja, bei den Datenschutzerklärungen
ist dann eben natürlich auch, gibt es entsprechende Vorlagen, was vielleicht jetzt für die ganzen so Online Marketer auch interessant ist, die natürlich gelernt haben: du brauchst Lead Magneten, du willst den Leuten irgendwie für das Abonnement des Newsletters noch ein Häppchen hinwerfen, sozusagen die Karotte davor halten, also gibt es dann entsprechend drei kostenlose E-Books oder ähnliches und da gilt dann in Zukunft das sogenannte Kopplungsverbot und man darf das dann in dieser Form nicht mehr machen, weil man dem Nutzer wohl dann den Eindruck erweckt, er würde irgendwas kostenlos bekommen und seine Adresse wäre irgendwie auch nichts Wert. Also das war ein bisschen merkwürdig, weil letzten Endes muss dann, ich zitiere wieder: Das Gratis E-Book im Austausch gegen die Hinnahme der Zusendung von Newslettern als Gegenleistung erbracht werden. Das soll den Verbraucher schützen, indem es ihm deutlich macht, dass seine E-Mail Adresse oder seine persönlichen Daten, die er da eingibt etwas Wert sind und deswegen kann man dann vielleicht im Gegenzug nichts mehr verschenken. Da muss man auch mal gucken, wie da die Regelung in Zukunft aussehen, denn dieses strenge Kopplungsverbot gilt dann ab Mai 2018 und man muss dann den Nutzern erläutern, dass keine Schenkung oder Gratis oder ähnliches als Gegenleistung seiner Daten
sein können, sondern dass die Daten etwas Wert sind. Dann natürlich Double Opt In wird vorausgesetzt, das ist nichts Neues und in dieses Double Opt In Bestätigungsemail muss auch nochmal all das vorgenannte rein, es reicht eben nicht nur aus zu sagen: Bestätigen Sie bitte hier den Newsletter, sondern es muss nochmal der Link zum Datenschutz rein, Impressums-Angaben rein und nochmal die Infos sozusagen, worum es hier denn eigentlich geht. Das gleiche gilt auch sozusagen für Bestandskunden, wenn man die sicher anmailen will. Das war auch ganz interessant, dass man sich hier eben
vorher auch nochmal zumindest über ein Hinweis darauf absichert und schreibt: Wir können Ihnen Informationen über eigene Produkte und Leistungen die von
ihnen in Anspruch genommen werden. Ihnen Informationen zusenden. Sie dürfen dem jederzeit widersprechen.
Also die Rechtssprache, relativ kompliziert, aber letzten Endes geht es darum, dass man hier nochmal die
Kunden eben meinetwegen bei der Bestellung eines Produkts darauf hinweist, dass man sie eben in Zukunft dann auch nochmal zu ähnlichen Produkten kontaktiert. Da ist dann natürlich
immer die große Frage: Was ist jetzt ähnlich? Da gab es lustige Beispiele wärend der Konferrenz,
aber ich denke das ist dann immer bisschen Auslegungssache und je besser da sozusagen
die Alghoritmen sind, desto sicherer ist man da. Dann seine Tipps zu Beschwerden, die fand ich auch ganz interessant, allerdings hab ich die Erfahrung gemacht, hab ich andere Erfahrung gemacht damit wahrscheinlich anders umgehen. Also er sagte, dass wenn sich jemand beschwert weil es vielleicht doch einmal aus Versehen zu einem nicht eingewilligten E-Mail Werbung kam, dass man eben sehr schnell antworten soll und nett sein soll, vielleicht sogar
auch die Praktikantin antworten läßt um da ein Stück weit das Verständnis des Gegenüber
irgendwie einzuwerben und man dann eben sofortige Abhilfe verspricht und darauf hinweist,
dass es ein technischer Fehler gewesen sein muss, so eine Ausnahmekonstellation. Versucht
alles zu tun um den jenigen davon abzuhalten, jetzt weitere Schritte einzuleiten. Meine
Erfahrung muss ich sagen ist, immer wenn wir geantwortet haben, egal wie zuckersüß und egal wer, ob nun der Geschäftsführer, oder man sich als Praktikantin ausgegeben hat, Dont feet the trolls, diese Rolle, die so ein bisschen die für Internet Kommentare gilt, also dass viele fangen dann erst recht zu beißen, und mehr wissen wollen, auf ihr Recht pochen, und mit Anwalt drohnen usw. Da hat jetzt der Kollege Schwenke
sicherlich noch mehr Erfahrung als wir. Meine persönliche Erfahrung war, es ist besser
das ganze unbeantwortet zu lassen, es ist zumindest bei uns noch nie was weiter passiert. Aber
gut. Letzten Endes ist es eure Entscheidung, lasst euch beraten von eurem Anwalt, der ist
da auch sicherlich ganz wichtig. Ich kann da keine Ratschläge geben. Ich kann nur da meine Erfahrung mitteilen. Gut also das war so ein bisschen das Thema, wichtig ist, wenn es da wirklich zu einer Abmahnung
kommt, dann sollte man eben da nicht einfach sozusagen seine, diese Unterlassungserklärung
unterschreiben, man sollte da unbedingt den Anwalt konsultieren. Man sollte versuchen
eben das was man dann unterschreibt, so zu formulieren, dass es einem nicht im Wiederholungsfall
immer wieder tausende Euro kosten kann. Also da macht es auf jeden Fall Sinn, das will ich auch mal unterstreichen, da
nicht einfach selber schnell unbedacht etwas unterschreiben oder selber etwas zu beantworten.
So und jetzt bin ich auch schon am Ende zu dem Thema und würde sagen, wir sehn uns dann
morgen wieder, wenn ich über den Vortrag von Borris Häring spreche, der nochmal seine Learnings und Tipps zum Thema Local SEO mit uns geteilt hat auf der Konferenz. Also bis
dahin. Ciao, Ciao.

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